Was kostet ein Film? Dies ist sicherlich eine der häufigsten Fragen, die Kunden uns stellen. Und sie ist natürlich überaus wichtig: für viele mittelständische Unternehmen lebt oder stirbt ein Filmprojekt mit der “richtigen” Beantwortung dieser Frage.

Die Antwort ist aber gar nicht so leicht. Als Einstieg zur Klärung dieser Frage ein Vergleich: was kostet ein Auto? Günstige Autos gibt es ab 7.000 Euro, ein Auto der gehobenen Klasse kostet dagegen leicht 40.000. Und wie so oft gibt es nach oben keine Grenze: es gibt ein Auto auch für mehrere Millionen Euro. Was macht hier den Unterschied? Ganz klar: Hersteller, Modell und Ausstattung. Und ungefähr so ist es auch beim Film.

Zur Kalkulation eines Film sind folgende Fragen zu stellen: Wie groß ist der Aufwand der Produktion? Welches Ausrüstung wird verwendet? Und: wie viele Personen sind beteiligt?

Ein Eventfilm beispielsweise, der von einem einzelnen Kameramann an einem Tag dokumentiert wird, ist selbstverständlich günstiger als ein Imagefilm mit einer Crew von 10 Mann, die drei oder mehr Tage filmt.

Der gleiche Imagefilm kann jedoch teurer oder günstiger sein, je nachdem welche Ausrüstung verwendet wird und welche Qualitätsstufe erreicht werden soll. Die Qualitätsvorstellung wiederum oft davon ab, für welchen Zweck ein Film produziert wird: ist es das Aushängeschild der Firma, oder ein kurzlebiger Social-Media Beitrag? Bessere Technik ist teurer und kostet häufig auch mehr Zeit, führt in der Regel aber zu einer Qualitätssteigerung.

Die Kosten sind also relativ und von Fall zu Fall unterschiedlich. Manche Kostenfaktoren fallen bei bestimmten Formaten weg, andere kommen dazu, wenn z.B. Luftaufnahmen gemacht werden.

Wie sich die Filmkosten zusammensetzen

Selbst die als günstig eingeschätzt Filme können teurer ausfallen als viele Kunden erwarten, was den wenig erfahrenen Kunden nicht selten schockiert. Hier gibt es eine Reihe unberücksichtigter Faktoren, die nachfolgend aufgeschlüsselt werden sollen

Die Kostenfaktoren der Filmproduktion lassen sich am besten anhand des Produktionswegs beschreiben, den ein Film nimmt. Diese sind: Pre-Production, Production, Post-Produktion und Distribution & Archivierung.

Pre-Production

Imagefilme-, Werbespots wie auch dokumentarische Erklärfilme sind in der Vorbereitung meistens aufwendiger als z.B. reine Eventfilme. Je nachdem kann die Vorbereitung – wenn keine Besichtigungen zu machen sind – vier Stunden betragen oder auch mehrere Tage bis hin zu einigen Wochen (z.B. bei Kampagnen, die mehrere Filme beinhalten).

  • Recherche und inhaltliche Vorbereitung
  • Schreiben eines Drehbuchs, Erstellung einer Shotlist
  • Technische Organisation und Vorbereitung
Production

Bei der Produktion fallen die meisten Kosten an. Größter Faktor ist hier die Filmcrew und die technische Ausrüstung. Mehrere Drehtage verdoppeln und verdreifachen dabei leicht die Kosten der Filmproduktion. Gibt es Schauspieler und einen Stylisten am Set, verteuert sich die der Film noch etwas weiter.

  • Video equipment,
  • Crew
  • Schauspieler
  • Haar- und Make-Up Stylist
  • Requisite
  • Special-Effects
Post-Production

Die meiste Arbeit findet hier am Schnittplatz statt. Die Arbeit besteht überwiegend aus der Sichtung des Materials, dem Schnitt, der Farbkorrektur und den Korrekturschleifen. Wenn Effekte, 3D Animationen oder aufwendige Grafiken eingeplant sind, verlängert dies die Post-Produktion erheblich – auch werden für unterschiedliche Aufgaben verschiedene Experten herangezogen. Auch hier kann ein kurzer Filmbeitrag im Reportagestil innerhalb eines Tages vollendet werden. Üblich sind jedoch mehrere Tage, bei hochwertigen und langen Filmbeiträgen kann die Postproduktion auch mehrere Wochen dauern.

  • Sichtung und Auswahl des Materials
  • Schnitt
  • Grafiken und Animationen
  • Effekte
  • Farbkorrekturen
  • Sprecher
Distribution & Archivierung

Auch wenn die Zeit der analogen Distribution über DVD und Blu Ray fast vorbei sind, kommt es immer wieder vor, dass einzelne Kunden die Auslieferung des Films auf solchen Medien wünschen. Ansonsten fallen hier nur noch wenige Kosten an, z.B. die Archivierung des Materials auf einer dafür angeschafften Festplatte, wie auch Hosting Gebühren bei der digitalen Bereitstellung des fertigen Filmbeitrags.

  • Sicherung und Aufbewahrung des Materials
  • Hosting des Videos bei digitaler Distribution
  • Kosten für Distribution über DVD, Blu Ray oder USB

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